Waschhäusl

Es gab bis 1898 auf dem Grundstück des Pfarrhofs ein Back-, Wasch- und Hühnerhaus. Dieses wurde abgetragen und im gleichen Jahr ein neues Waschhaus direkt neben dem Pfarrstadel errichtet. Dieses war praktisch abbruchreif, aber weil der Pfarrstadel ohne Waschhaus im Sinne des Denkmalschutzes kein vollständiges Ensemble mehr gewesen wäre, es von den Renovierungskosten aber abgetrennt war, hat sich der Verein mit Hilfe von vielen Fachleuten wie örtlichen Zimmerern, Spenglern, Maurern und Schreinern zur Renovierung entschlossen. Besonders dank der gelungenen Malerarbeiten ist es heute wieder ein Teil des Pfarrstadels.

Renate Bieber lebte früher im Pfarrhaus und wusch im Waschhaus. Sie schrieb: „Da waren der große, holzbeheizte Kessel mitsamt dem überdimensionalen Kochlöffel, der lange Holztisch, zwei Böcke für je ein Waschschaff, ein ovales und ein rundes, und die Rumpel, auf spitzgoschert: das Waschbrett. Der warme Dampf, persilduftend, war schön, zumindest im Winter. Eine schlimme Arbeit war das Wringen…"