Veranstaltungen von UNSER DORF im Kalenderüberblick

< September 2018 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30


Unser Dorf auf Facebook Unser Dorf bei Twitter

Projekt „Miteinander Leben“ vom 04. bis 11. Mai 2012

03. Juni 2012, 11:00

voller Erfolg: Projekt „Miteinander Leben“ vom 04. bis 11. Mai 2012, Weßling

Bei bestem Wetter konnte der UNSER DORF am Freitag, den 4.Mai seine israelischen Gäste am Weßlinger Bahnhof in Empfang nehmen. Der Besuch fand – wie schon einmal 2009 - in Zusammenarbeit des Vereins „Miteinander leben e.V.“ in Haifa/Israel und UNSER DORF in Weßling statt. Die Gäste wurden privat in Weßlinger Familien untergebracht. So erfolgte die Begrüßung durch die „Gasteltern“ und den Vorstand des Vereins. Die Gruppe aus Israel setzte sich zu etwa gleichen Teilen aus Juden, Moslems und Drusen zusammen. Die Begrüßung durch Bürgermeister Michael Muther fand am Nachmittag bei einem Besuch der Nachbarschaftshilfe im Seehäusl statt.

tl_files/inhalt/!dirk/20120504-Besuch-Israelis1.jpgBeste Stimmung und ein hohes Maß an wechselseitiger Sympathien waren von Anbeginn an zu verzeichnen. So beim Auftakt am ersten Tag in Weßling - mit einem Rundgang um den See, Besuch der Arrestzelle und Galerie im alten Rathaus und der Kirche Christi Himmelfahrt, einschließlich Turmführung mit Hubert Krebs - sowie beim gemeinsamen München-Besuch am Samstag mit Stadtrundfahrt und Spaziergang sowie gemeinsamem Mittagessen in der Innenstadt und dem abendlichen Begrüßungsempfang im Pfarrstadel, wo viel gelacht und sogar fröhlich miteinander getanzt wurde.  tl_files/inhalt/!dirk/20120504-Besuch-Israelis1.jpg

Der Verein hatte für die Gäste ein Informationsprogramm vorbereitet, das ihnen Einblicke verschaffen sollte in Bildungswege u. Kultur (Besuche: KiGa, Grundschule, Gymnasium, Maria Eich), Industrie (BMW, Maier MetallBau Weßl., Fa.Perger), Geschichte (KZ-Gedenkstätte Dachau), Umwelttechnologie (Abwasseraufbereitung Ammersee, Wertstoffhof Hochstadt) in Deutschland. Ziel war „Land und Leute“ besser kennen zu lernen. Im Vordergrund stand der persönliche Kontakt und Gespräche innerhalb der Gruppe und mit den Gastgebern von UNSER DORF. Großes Interesse bestand bei den Gästen an Diskussionen mit Jugendlichen über ihr Wissen und ihre Meinung betreffend Israel, mit Historikern bei BMW über Zwangsarbeit im Dritten Reich. Natürlich war in Dachau der Holocaust ein wichtiges Thema, sowie ansonsten soziale und Umweltfragen im Vergleich zu Isreal etc.

Zum Abschluss des umfangreichen Programms fand am Tag vor der Abreise eine Diskussionrunde mit den Gästen, Gastgebern und den Iniatoren von UNSER DORF statt. Zur Diskussion stand die Frage: was hat die diesjährige Aktivität bewirkt? Die Gastgruppe war einhellig der Meinung, das Ziel "Living together" wurde in der Reisegruppe erreicht, ungeachtet der im Heimatland Israel bestehenden starkt verhärteten, konfessionellen Grenzen.  Wenn ein einzelner Gast - vermutlich aufgrund seiner unzureichenden Aufklärung vor Reiseantritt - unzufrieden war, waren doch alle anderen begeistert von dem, was ihnen in Weßling geboten wurde an Gastfreunschaft und Informationsmöglichkeiten. Dieses fand Ausdruck in vielfachen Dankesreden, Geschenken für Gastgeber und Organisatoren von UNSER DORF sowie eine Gegeneinladung nach Israel. Am Abend bestand bei einer Abschiedsfeier, zu der sogar die Weßlinger Blasmusik zur Freude Aller aufspielte, letzte Möglichkeit zum Gedankenaustausch. Eine Fotopräsentation dokumentierte die vielen schönen und intensiven Erlebnisse der vergangenen Woche - viele Bilder mit fröhlichen Gesichtern, ein Beleg für die gute Stimmung.
Am Abreisetag, Freitag 11.Mai hieß es dann 'früh aufstehen', denn die Gäste mussten bereits um 6Uhr am Weßlinger Bahnhof verabschiedet werden.

Das Fazit: das Ziel der Aktivität von UNSER DORF wurde in dreifacher Hinsicht erreicht,  "Miteinander leben" funktioniert nun nicht nur innerhalb der kleinen Israel-Gruppe besser, es wurden auch Freunschaften geschlossen zwischen deutschen Gastgebern und ihren Gästen und drittens sind auch die beteiligten Weßlinger durch die gemeinsamen Unternehmungen dichter zusammengerückt. Das gemeinsame Ziel kann nur sein: Frieden - Shalom.

dhg

 

Verein „Miteinander leben“, Haifa/Israel  und
Verein UNSER DORF,  Weßling - 2012

Projekt „Miteinander Leben“  - Hintergrund-Information

Das Projekt „Miteinander Leben“ – Koexistenz zwischen Juden und Arabern in Israel -, gegründet 1983 als Verein e.V. in Israel hat zum Ziel, Kommunikation, Kennenlernen und gegenseitiges Verständnis zwischen Juden und Arabern in Israel, zwischen den Menschen und ihren Kulturen zu fördern, einen Weg für Verständigung und Kontakt zwischen Juden, Muslimen und Christen zu finden, Respekt zu zeigen vor jeder Religion, wobei die Toleranz über allem steht und Trennendes akzeptiert wird.

Ziel ist eine Begegnung von Juden und Arabern durch diverse Projekte in den Bereichen Kunst, Sport, Erziehung, Gesellschaft und durch berufsspezifische Begegnungen sowie durch jüdisch-arabische Delegationen ins Ausland.

Reisen nach Deutschland

Seit Jahren werden zusammen mit Partnerorganisationen in Deutschland jährlich mehrere Begegnungen und Seminare für Israelis und Deutsche in Deutschland veranstaltet, bei denen auf israelischer Seite jeweils Juden und Araber, dabei vor allem Multiplikatoren (wie etwa Lehrer-Innen - die weibliche Form bitte im Folgenden jeweils dazu denken - Kindergärtner, Sozialarbeiter, Vertreter der Religionen, Journalisten, Verantwortliche im öffentlichen Dienst u.ä.) teilnehmen. Diese Begegnungen im Dreieck – Deutsche, jüdische Israelis, arabische Israelis – erwiesen sich als sehr fruchtbar. Den israelischen Teilnehmern zeigten sie Blickwinkel von außen und ermöglichten darüber hinaus Binnen-Begegnung und intensive Kommunikation in einem anderen Umfeld, fern der Heimat und des Konflikts. Die Partnerorganisationen in Deutschland waren bisher Volkshochschulen, andere Bildungseinrichtungen verschiedener Träger sowie kirchliche Gemeinden.

Thematisch ging es dabei um Phänomene wie die Nicht-Anerkennung des Fremden und „Anderen“, um Rassismus und um die Probleme von Minderheit und Mehrheit im Gastgeberland sowie in Israel.

Ziel der Begegnung

Das Wochenprogramm ist von UNSER DORF in Zusammenarbeit mit Kommunalen, sozialen Einrichtungen, anderen Vereinen und Wirtschaftsunternehmen etc. gestaltet worden. Es sollen Gespräche stattfinden mit den Themen, wie Zusammenleben von Juden und Arabern in Israel, Respekt zwischen den Religionen, gemeinsame Projekte in den Bereichen Gesellschaft, Kunst, Kultur, Sport, Erziehung sowie Begegnungen im persönlichen Bereich.
In Israel leben Juden und Araber nicht zusammen, haben kaum Kontakt miteinander. Während der Reise verbringen sie die Zeit miteinander und lernen sich kennen. Und sie lernen den Frieden in Europa kennen. Hier sind die Grenzen zu den Nachbarländern offen, aus Feinden wurden Freunde, die Mauer in Deutschland ist gefallen. Das Ansehen Deutschlands in der Welt hat sich geändert. Das kann ein Vorbild sein für den Nahen Osten und unsere Einladung nach Deutschland kann zeigen, wie Frieden funktioniert.

Die gemachten Erfahrungen werden die Teilnehmer als Multiplikatoren mitnehmen und weitergeben an ihr jeweiliges soziales Umfeld in Israel.
Der Verein „Miteinander Leben“ bietet im Gegenzug an, in Israel auch Gastgeber für deutsche Gruppen zu sein. 

dhg

Zurück