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Ortsbild Weßling

10. Februar 2014, 17:24

Donnerstag, den 06. Februar 2014 im Pfarrstadel

'Das Ortsbild vor der Wahl - Was uns am Herzen liegt'

Die Diskussionsveranstaltung von UNSER DORF mit dem Ortsbildbeirat (OBB) und jeweils zwei Kandidaten der vier Fraktionen des Gemeinderats war, wie es ein Teilnehmer am Ende formulierte  „ein guter Tag für Weßling“. Mit Dr. Felizitas Leitner und Roland von Rebay (CSU u. BG), Michael Muther und Michael Sturm (FW), Dr. Wolfgang Frieß und Dr. Willibald Karl (Grüne u. Freie) sowie Susanne Mörtl und Klaus Ebbinghaus (SPD u. Freie) war das Podium gut besetzt. Die Moderation hatte Dieter Oberg (ehem. Vorstand von UNSER DORF) übernommen.
Der Wunsch nach einem harmonischen, ganzheitlich gedachten Ort hängt unmittelbar mit der Frage zusammen, in welche Richtung sich Weßling langfristig entwickeln möchte und wie wir langfristig mit unserem Ort umgehen. Das Ortsbild leistet hierzu einen wichtigen Beitrag und hängt von vielen Faktoren ab, die wir steuern und gestalten müssen. Der OBB sprach in der Folge verschiedene Themenschwerpunkte an, zu denen Dieter Oberg Fragen an die Politiker stellte.

So begann Ellen Dettinger (Architektin, OBB)  beim Herzstück der Gemeinde, dem See, dieser identifikationsstiftenden Mitte und wollte sie noch besser geschützt wissen, z. B. gegen ufernahes Parken, gegen die große Gefahr von Veränderungen ganzer Ensemble-Bereiche. Die meisten Gruppierungen des Gemeinderates standen der Entwicklung eines Schutzkonzeptes durch den OBB nicht entgegen. Der Wunsch nach einer Baumschutzverordnung wurde dagegen schon kontroverser diskutiert. Einigkeit bestand zumindest für eine bessere Transparenz vor notwendigen Fällungen. Viele Basisplanungen von Baugebieten würde der OBB gerne früher begleiten, um den Anforderungen für das Ortsbild mehr Gewicht zu verleihen. Dazu ist auch eine deutliche und dringliche Überarbeitung der Weßlinger Bausatzung erforderlich. Eine Satzung, die deutlich engere Grenzen setzt und Erfordernisse einschließt, die so zu einem harmonischeren Gesamtbild beitragen können.

Petra Slawisch (Architektin, OBB) führte in den Themenbereich Rahmenplanung Hauptstraße, Rückbau, Bahnhofareal sowie auch die neue Schule ein. Die Investition der Gemeinde in die Rahmenplanung Hauptstraße ist wohl eine der sinnvollsten in der letzten Zeit. Allerdings muss diese in den nächsten Jahren erweitert werden, um die großen Aufgaben systematisch angehen zu können. Problem sind natürlich die damit verbundenen hohen Kosten. Helfen könnte eine Zusage zur Teilfinanzierung durch den Fond des Städtebauförderung - Programms, die Entscheidung hierüber soll etwa Mitte Mai 2014 fallen. Weitgehende Einigkeit bestand am Podium, dass die Zeit jetzt für eine intensive und kluge Planung für die anstehenden Aufgaben - insbesondere auch für die Rahmenplanung der Ortsteilmitte Oberpfaffenhofen -  genutzt werden muss.

Clemens Pollok (Architekt, OBB) machte am Beispiel der raumgreifenden Baumaßnahmen zwischen Weßling und DLR auf das Spannungsverhältnis zwischen Wohnen und Gewerbe aufmerksam. Der Wohnraum und die Entwicklungsmöglichkeiten sind knapp. Weßling benötigt flächensparende, evtl. auch alternative Wohnformen, familiengerechten und altersgerechten Mietwohnraum und insbesondere eine verbrauchernahe Versorgung. Das lässt sich, so Pollok, vorrangig durch Nachverdichtung unserer Ortszentren und nicht durch Auslagerung auf die grüne Wiese verwirklichen. Das stetig  wachsende Gewerbegebiet war Gegenstand kontroverser Diskussion, denn nur 50 % der Gewerbeeinnahmen landen wirklich in der Gemeindekasse (50 % müssen als Kreisumlage abgeführt werden.) Argumente „contra“... zunehmender Verkehr, Druck auf die Infrastruktur und dadurch entstehende neue Kosten etc. und  „pro“ …“ die Einnahmen aus dem Gewerbegebiet  sind zur Finanzierung gemeindlicher Verpflichtungen unverzichtbar“ so der erste Bürgermeister.

Dank allen beteiligten Politikern für Ihre Bereitschaft, ihre persönlichen Perspektiven für Weßling darzustellen, Dank dem OBB, der an diesem Abend wieder einmal seine hohe Kompetenz in Ortsbildfragen unter Beweis gestellt hat, für seine unermüdliche Arbeit für die Gemeinde. Und last not least Dank an Dieter Oberg für seine sachgerechte und gekonnte Moderation.  Oberg: „es gab an diesem Abend nicht auf alles Antworten, aber über manches Gesagte ist es wert, intensiv noch einmal nachzudenken“. dhg

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