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Wasser ist ein Menschenrecht

12. April 2013, 11:47

„Water makes Money“ - aber: Wasser ist ein Menschenrecht - kein Wirtschaftsgut, keine Handelsware!

Dokumentarfilm-Abend im KINO im Pfarrstadel am 09.April 2013

Der Verein UNSER DORF war Gastgeber an diesem Film-Abend mit einem hochaktuellen Thema. Der Eintritt war frei, der Kino-Saal war mit ca. 60 Gästen fast vollständig besetzt. Als Experten standen Weßlings Bgm. M. Muther, Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Großräumige Wasserversorgung und Hermann Doblinger, Geschäftsführer des AWA - Ammersee  zur Verfügung.

Der Film Water makes Money prangert in schärfster Form die Privatisierung der Trinkwasser – Ressourcen in Europa und der Welt an, weil unter dem Deckmantel des wohlklingenden PPP (PrivatPublicPartnership) große Konzerne wie z.B. VIOLIA und SUEZ (beide Franklreich) die Wasserressourcen gnadenlos ausbeuten. Sie sind logischer Weise nur an Profit interessiert. ‚Brüsseler Wasser-Liberalisierungs –  und Privatisierungs-Bestrebungen‘ unterstützten sie dabei durch eine Verordnung, die „Dienstleistungs-Konzessionsrichtlinie", die alle Kommunen verpflichtet, unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. Statusveränderungen) ihre Wassersysteme öffentlich auszuschreiben. Die Konzerne mit ihrer Finanzstärke können dabei leicht die meisten Mitbieter überbieten.

Skandalös ist die Art und Weise wie sich die Konzerne – nachgewiesenermaßen! - durch Bestechung und/oder Besetzung von Schlüsselpositionen in Politik und Wissenschaft (sogar Lehrstühle an Universitäten!) ihren Einfluss verschaffen. 80% des Wassers in Frankreich ist in der Hand der Konzerne aber auch in Deutschland wie Berlin, Stuttgart, Braunschweig u.v.m. Die Folge:  drastisch steigende Wasserpreise, dramatischer Qualitätsverlust (überall wird gechlort!) und dabei verkommen die Wasserleitungsnetze, weil nur die notwendigsten Reparaturen vorgenommen werden. Durch Lecks verursachte Wasserverluste betragen in einzelnen Kommunen bis zu 40%!

Nach dem Film standen die geladenen Experten, die Herren Muther und Doblinger dem von den unglaublichen Enthüllungen deprimierten Publikum zur Verfügung. Unter der sachkundigen Moderation von Brigitte Weiß (1.Vositzende von UNSER DORF) ergab sich eine lebhafte,  über einstündige Diskussion. Muther und Doblinger konnten dabei auf die hohe Qualität und großen Reserven unserer lokalen Trinkwasserreserven verweisen, die durch intensive Bemühungen für eine Stärkung des biologischen Landbaues erreicht wurden. Derzeitiger Nitratgehalt: ca. 24mg/Liter (Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO): maximal 25 Milligramm pro Liter Nitrat im Trinkwasser. Die deutsche Trinkwasserverordnung 2011 begrenzt Nitrat auf 50 Milligramm pro Liter). Weitere Verbesserungen in der Zukunft sind abhängig von verstärkter staatlicher Unterstützung des Bio-Landbaues.

Muther wie Doblinger sehen für ihre beiden Verbände in der jetzigen Situation nicht die Gefahr einer Privatisierung. Sie konnten allerdings für die fernere Zukunft Situationen, in denen die Verordnung der europäischen Kommission zum Tragen kommt, nicht ausschließen. Ihr gemeinsamer Rat: wehrt Euch in möglichst großer Zahl gegen die Verordnung durch Zeichnung der Petition unter: www.right2water.eu/de
Diesem Rat schließt sich der Verein UNSER DORF uneingeschränkt an.
dhg

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