Chronik des Vereins „UNSER DORF e.V.“

2003     Kultur im Pfarrstadel

Eine wichtige Aufgabe ist nun, den Pfarrstadel mit kulturellem Leben zu füllen. Das bisherige Angebot an Ausstellungen, Lesungen und Konzerten wurde sehr positiv angenommen. Der Verein "UNSER DORF" kann dieses beachtliche Angebot zu erschwinglichen Preisen für die Besucher in erster Linie durch den unermüdlichen Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer bieten. So heißt es immer wieder: Stühle rein/raus, Podium rein/raus, Klavier rauf/runter, Plakate hin/weg, Programm gestalten, mit Künstlern verhandeln, Pausenbewirtung etc., etc.

Die Website des Vereins geht in neuer Optik und mit überarbeiteten Inhalten online. Schon in dieser Version wird Wert darauf gelegt, über die Veranstaltungen zu informieren und die Zeitschrift "UNSER DORF heute" zum Dwonload anhzubieten.

2002     Einweihung Pfarrstadel, Wechsel Vorstand

Nach mehr als zwölf Jahren des Diskutierens und Planens wird der Pfarrstadel in Weßling am 10. März bei einer feierlichen Einweihung der Dorfgemeinde zur Nutzung übergeben. Mit dem Erhalt des historischen Ensembles aus Pfarrstadel, Kirche und Friedhof bewahrt sich Weßling nicht nur einen historischen Dorfkern, der auch in seiner idyllischen Lage am See einmalig ist, sondern auch ein historisch wertvolles, kulturelles Zentrum, das den Ort und seine Bewohner durch verschiedenste Veranstaltungen beleben und bereichern soll.

Diesen wichtigen Meilenstein in der Vereinsgeschichte nimmt auch der bisherige Vorstand zum Anlass, sein Amt nicht mehr zu verlängern. Der Verein exisitiert nun zwölf Jahre und man kann wohl mit gewissem Stolz behaupten, dass er zum gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben in unserer Gemeinde einen wichtigen Beitrag geleistet hat. Darum ein herzliches Danke an die Investition von viel Zeit, Engagement und Herzblut an:

 

1. Vorsitzender: Michael Pimperl
2. Vorsitzender: Ulrich Chorherr
Kassenwart : Augustin Müller
Schriftführer: Helga Grünwald
Beisitzer: Erich Rüba
verantw. Redakteur für die Zeitung: Gottfried Weber

Als neue Vorstände werden gewählt
1. Vorsitzender: Dieter Oberg
2. Vorsitzender: Brigitte Weiß
Kassenwart : Dieter Maus
Schriftführer: Helga Grünwald
Beisitzer verantw. Redakteur für die Zeitung: Dietmar Kuß

2001     Richtfest - Gewerbegebiet Flughafen - Beginn Leitbild

Am 6. April findet das lang erhoffte Richtfest des Pfarrstadels statt.

Doch während sich bei dem Projekt Pfarrstadel der Abschluss abzeichnet, kommt auf Weßling ein neues, schwieriges Thema zu: Angehende Planungen zu einer Ausweitung des Gewerbegebiets im Flughafen Oberpfaffenhofen ziehen eine Bürgerversammlung und einen anschließenden Bürgerentscheid nach sich, bei dem knapp 70 Prozent der Weßlinger Bürger den Flughafenplänen eine klare Absage erteilen. Der Verein „Unser Dorf“  macht sich daran, ein Leitbild für die Gemeindeentwicklung zu erarbeiten.

2000     Sanierungsbeginn im Pfarrstadel

Am 27. März 2000 beginnen die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen. Die Sanierungskosten von 4,83 Millionen DM werden von drei Säulen getragen: der Diözese Augsburg (3,628 Millionen), der Gemeinde Weßling (1 Million) sowie der kirchlichen Gemeinde (202.000 DM).

Im November beginnt der Verein „UNSER DORF“ mit der Aktion „Stühle für den Pfarrstadel“, die letztlich 30.000 Euro einbringt und den Eigenanteil der Pfarrgemeinde damit deutlich reduziert.

1998     Architektenwechsel

Architekt Breuer gibt aus beruflichen Gründen die weitere Planung des Pfarrstadels ab. Die Diözese Augsburg beauftragt daraufhin das renommierte Münchner Architekturbüro Claus + Forster mit der weiteren Ausführung. Um das Gebäude vor weiteren Feuchtigkeitsschäden zu schützen, werden am Dachbereich und an den Fundamenten Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.

1997     Genehmigung zum Umbau - 1. Fotokalender

Nach Ausräumen letzter Probleme erteilt die Kreisbehörde Ende Juli 1997 die Genehmigung zu Umbau und Sanierung des Pfarrstadels.

Von 1997 gibt der Verein „UNSER DORF“ auch erstmals einen von da an jährlich erscheinenden Foto-Kalender heraus.

1996     Grobplanung zur Sanierung

Am 7. Juni stellt der Architekt Dietmar Breuer den kirchlichen Gremien sowie den Bürgern seine Grobplanung zur Pfarrstadel-Sanierung vor. Nachdem die Gemeinde ein bis dahin als Gemeinbedarffläche ausgewiesenes kirchliches Grundstück planungsrechtlich als Wohnbaugebiet ausgewiesen hat, steht dem Ausbau des Stadels zu einem Pfarr- und Kulturzentrum nichts mehr im Weg.

Der Verein „UNSER DORF“ ist inzwischen auf 344 Mitglieder angewachsen.

1995     Nutzung und Finanzierung des Pfarrstadels

Das ganze Jahr über finden rege Gespräche und Diskussionen auf kirchlicher und kommunaler Ebene statt, um für den Pfarrstadel eine angemessene Nutzung zu entwickeln. Am 16. Mai beschließt der Gemeinderat, „einen Betrag bis zu 1 Million DM gegebenenfalls über mehrere Haushalte verteilt“ für die Sanierung zur Verfügung zu stellen.

1994     Entrümpelung und Tag der offenen Tür

Im Februar 1994 teilt die Diözese mit, sich aus jeder Planung, die den Pfarrstadel in Weßling betrifft, zurückzuziehen. Der Verein „UNSER DORF“ beginnt dennoch mit einer sich über Wochen hinziehenden Entrümpelung des Stadels. Am 24. Juli schließlich findet in dem alten Gemäuer ein „Tag der offen Tür“ statt, um die Bürger Weßlings zu informieren.

1993     Einspruch gegen LEP

In einem Schreiben an das Ministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen spricht sich der Verein gegen eine Zuordnung Weßlings zur „Verdichtungszone des Verdichtungsraumes Münchens“ aus, wie das im Landesentwicklungsprogramm (LEP) vorgesehen war. Nach dem Protest der Gemeinde im Januar bewirkt nicht zuletzt dieser Brief des Vereins im Mai, dass Weßling letztlich doch dem „ländlichen Teilraum“ zugeordnet wird.

1992     Antrag Gesamtsanierung - Ausgabe 1 "UNSER DORF heute"

Am 14. Januar 1992 stellt der Verein an den Gemeinderat den Antrag, „eine solide, harmonische, mit dem Denkmalschutz abgesprochene, aber auch künstlerisch anspruchsvolle Gesamtsanierung des Pfarrstadels“ vorzunehmen, was durch die auf 30 Jahre angelegte Verpachtung des Pfarrstadels durch die Diözese an die Gemeinde möglich wird.

Zum ersten Mal erscheint das kostenlose Mitteilungsblatt des Vereins, das an alle Haushalte der drei Weßlinger Ortsteile geht.

1990     Vereinsgründung

Am 19. März 1990 gründet sich der politisch unabhängige Verein „UNSER DORF“ mit dem Ziel, den Pfarrstadel sowie andere „erhaltenswerte Gebäude oder Denkmäler in Weßling, Oberpfaffenhofen und Hochstadt vor dem Verfall zu bewahren und sinnvoll, wenn möglich kulturell zu nutzen und einer weiteren Auflösung des Charakters eines bayerischen Dorfes entgegenzuwirken“.